Die Freigabe ist der Moment, in dem aus einer Rechnung ein Ergebnis wird, und sie steht auf der Ergebnisseite statt in einem eigenen Bereich „Freigaben" – denn wer freigibt, soll die Liste vorher gesehen haben.
Was die Freigabe bewirkt
Zwei Dinge auf einmal:
- Die Liste wird unveränderlich festgeschrieben.
- Der Ring wird für diesen Wettbewerb gesperrt. Es lässt sich nichts mehr eintragen.
Mit der Freigabe bestätigst du fachlich, dass diese Rangliste gilt. Ein Begründungsfeld gibt es dabei nicht: Niemand soll erklären müssen, warum er ein fertiges Ergebnis freigibt. Die Begründungspflicht beginnt mit der Revision.
Nötig ist die Berechtigung Ergebnis freigeben, und sie liegt beim Richter – ausdrücklich nicht bei der Aushilfe.
Freigeben
- Die Ergebnisseite des Wettbewerbs öffnen.
- Die Rangliste durchsehen – besonders die Begründungen unter der Tabelle.
- Unten im Abschnitt Freigabe auf Wertung freigeben klicken.
Steht die Schaltfläche nicht da, ist eine der Voraussetzungen nicht erfüllt. Die Gründe stehen dann als Hinweise oben auf der Seite:
| Grund | Was zu tun ist |
|---|---|
| Der Wettbewerb ist noch nicht gestartet | Vor dem Start gibt es nichts freizugeben. |
| Keine Startliste mit Startern | Erst die Startliste anlegen. |
| Nicht alle Starter sind abgeschlossen | Für jeden Starter einen Ausgang eintragen, auch „nicht angetreten". |
| Es fehlen Wertungsparameter | Standardzeit und Maximalzeit am Wettbewerb ergänzen. |
| Die Veranstaltung ist abgeschlossen oder abgesagt | An ihren Ergebnissen wird nichts mehr geändert. |
Das erwartete Ergebnis: Über der Liste steht „Die Wertung ist freigegeben" mit Fassungsnummer, Zeitpunkt und Namen. Der Ring nimmt nichts mehr an.
Berichtigen: die Ergebnisrevision
Nach der Freigabe wird nichts überschrieben. Wer berichtigen will, eröffnet eine Ergebnisrevision – und die läuft in zwei Schritten, weil sie zwei verschiedene Sätze braucht.
Schritt 1: Revision eröffnen
Im Abschnitt Freigabe den Aufklapper Ergebnisrevision eröffnen öffnen. Die Begründung ist Pflicht: Warum wird das freigegebene Ergebnis wieder geöffnet?
Die Eröffnung hebt die Freigabe auf und gibt den Ring wieder frei. Die bisherige Fassung bleibt vollständig lesbar; die Begründung steht dauerhaft im Verlauf.
Nötig ist die Berechtigung Ergebnis revidieren.
Schritt 2: Am Ring berichtigen
Solange die Revision läuft, nimmt die Ringkonsole wieder Eintragungen an – etwa eine berichtigte Laufzeit oder eine angeordnete Wiederholung.
Schritt 3: Berichtigte Wertung freigeben
Zurück auf der Ergebnisseite steht jetzt das Feld Was wurde berichtigt? – ebenfalls Pflicht. Warum geöffnet wurde, steht schon in der Eröffnung. Hier steht, was tatsächlich geändert wurde. Das ist der Satz, den im Streitfall jemand liest.
Ein Beispiel: „Laufzeit von Startnummer 7 von 38,21 s auf 38,12 s berichtigt."
Das erwartete Ergebnis: Eine zweite Fassung neben der ersten. Nichts wird dabei überschrieben.
Der Verlauf der Freigabe
Unter den Schaltflächen steht jede Fassung mit Nummer, Anlass, Zeitpunkt, Person und Begründung – jüngste zuerst. Als Anlass gibt es „Freigabe", „Revision eröffnet" und „Revision abgeschlossen".
Dieser Verlauf ist der Grund, warum eine Berichtigung kein Makel ist: nachlesbar ist sie, und die frühere Fassung auch.
Was die Revision nicht ist
Die Revision ist kein Weg, mit einer Beschwerde umzugehen, sondern behebt einen Fehler in der Aufzeichnung – eine falsch erfasste Zeit, ein fehlendes Zeichen. Der Vorwurf eines Regelverstoßes gegen den Richter ist ein anderer Vorgang und steht unter „Eine Beschwerde verzeichnen".