Die Ringkonsole ist die eine Oberfläche, die während eines Laufs bedient wird – und deshalb nach Dringlichkeit geordnet und nicht nach Sachgebieten: Ganz oben steht, wer gerade läuft. Darunter liegen die beiden Flächen, die während des Laufs getroffen werden müssen. Alles Kritische liegt in einem zugeklappten Bereich weiter unten – dort, wo niemand versehentlich hinfasst.
Bevor es losgeht
Drei Dinge müssen stehen, sonst nimmt die Konsole nichts an:
- Der Wettbewerb ist gestartet. Solange er auf „Geplant" steht, gibt es keinen Lauf, den man führen könnte.
- Es gibt eine Startliste mit Startern.
- Du hast die Berechtigung Lauf steuern. Zum Zeichnen von Fehlern und Verweigerungen gehört die Richterberechtigung, zum Eintragen einer Zeit von Hand eine eigene.
Der Start sperrt die prägenden Angaben. Prüfungsart, Prüfungsstufe, Größenklassen, Parcourslänge, Standardzeit, Maximalzeit und Regelwerksfassung lassen sich nach dem Start nicht mehr ändern. Eine nachträglich geänderte Standardzeit würde jeden bereits gelaufenen Zeitfehler neu rechnen.
Die Konsole öffnen
- Im Menü Ringsteuerung wählen. Dort stehen die Ringe des Tages.
- Den Ring anklicken, in dem du arbeitest.
- Alternativ vom Wettbewerb aus: Ringkonsole öffnen.
Oben rechts führt Ergebnisse zur Rangliste, die zwischen den Läufen gelesen wird und nicht während eines.
1. Aufrufen
Der Kopf der Seite nennt den nächsten Starter mit Startnummer, Hundeführer und Hund. Ein Klick auf Startnummer N aufrufen setzt ihn an den Start.
Der Rahmen um den Starterbereich wechselt dabei die Farbe: blau am Start, gelb während des Laufs. Die Farbe ist die Zugabe – der Zustand steht immer auch als Wort da.
2. Starten
Lauf starten – oder die Taste S. Ab hier läuft die Zeit.
3. Fehler und Verweigerung zeichnen
Die beiden großen Flächen sind die einzigen Bedienelemente, die während eines Laufs gebraucht werden:
| Fläche | Taste | Was sie tut |
|---|---|---|
| Fehler | F | Zählt einen Fehler hoch |
| Verweigerung | V | Zählt eine Verweigerung hoch |
Ein Klick, keine Rückfrage, kein Feld. Ein Fehler ist ein Tastendruck; alles, was dazwischenkäme, kostet einen Lauf. Deshalb steht neben dem Plus auch kein Minus: Ein Fehlgriff aufs Minus sähe hinterher aus wie gar kein Klick.
Die Flächen bleiben auch dann sichtbar, wenn niemand aufgerufen ist – dann abgeschaltet. So muss der Daumen sie beim nächsten Starter nicht neu suchen.
Die Tastenkürzel brauchen JavaScript. Ohne JavaScript bleiben die Flächen vollständig bedienbar, nur eben per Klick oder Finger.
4. Etwas zurücknehmen
Unter den Zählern steht Letztes zurücknehmen: Fehler beziehungsweise … Verweigerung – die Schaltfläche benennt immer, was sie trifft. Ein Knopf „Rückgängig" ohne diese Angabe wäre die gefährlichste Schaltfläche der Seite.
Zurücknehmen geht, solange der Versuch offen ist. Eine Frist wäre am Ring eine zweite Uhr, auf die jemand achten müsste.
Gelöscht wird dabei nichts. Die Rücknahme ist eine eigene Zeile, die auf die zurückgenommene verweist. Hinterher ist damit lesbar, dass ein Zeichen erst stand und dann zurückgenommen wurde – und nicht nur, dass es am Ende keins gab.
Unter Eingetragen steht der vollständige Verlauf, jüngstes zuerst, jede Zeile mit Zeitpunkt und der Person, die sie eingetragen hat.
5. Eliminierung, Zeit und Abschluss
Diese vier Vorgänge liegen im zugeklappten Bereich Eliminierung, Zeit und Abschluss und haben bewusst keine Tastenkürzel.
Eliminierung eintragen
Der Code aus dem Katalog ist freiwillig, die Begründung in Worten ist Pflicht. Der Katalog ist fachlich nicht von einem Leistungsrichter abgenommen; im Streitfall zählt, was ein Mensch geschrieben hat.
Notiz
Ein Vermerk ohne Wirkung auf einen Zähler – für alles, was am Ring auffällt.
Laufzeit von Hand
In Sekunden mit Komma, zum Beispiel 32,47. Gespeichert wird in ganzen Millisekunden. Eine bereits eingetragene Zeit zu ändern verlangt eine Begründung; der bisherige Wert bleibt im Protokoll nachlesbar.
Lauf abschließen
Der Ausgang ist eine Erklärung eines Menschen. Die Software leitet ihn nicht ab – sie prüft keine Maximalzeit und zählt keine Verweigerungen zusammen.
| Ausgang | Bedeutung |
|---|---|
| Gewertet | Gelaufen und zu werten. Fehler und Verweigerungen stehen als Zeichen daneben. |
| Nicht angetreten (DNS) | Der Starter ist nicht an den Start gekommen. Nur möglich, solange nicht gestartet wurde. |
| Nicht beendet (DNF) | Begonnen und nicht zu Ende gebracht. |
| Disqualifiziert (DIS) | Der Richter hat eliminiert. Warum, steht im Zeichen daneben. |
| Abgebrochen | Der Lauf wurde angehalten – Verletzung, höhere Gewalt, Gerät verstellt. Verlangt eine Begründung. |
Das erwartete Ergebnis: Der Lauf steht auf „Abgeschlossen", der nächste Starter rückt oben nach, und auf der Ergebnisseite erscheint eine gerechnete Zeile für dieses Gespann.
Nach dem Abschluss
Zwei Vorgänge sind ausdrücklich weiterhin vorgesehen; sie stehen in einem eigenen Aufklapper, der den betroffenen Starter beim Namen nennt.
Zeit berichtigen – der Tippfehler, der erst nach dem Abschluss auffällt. Verlangt eine Begründung; der bisherige Wert bleibt im Protokoll nachlesbar.
Wiederholung anordnen – der bisherige Versuch bleibt vollständig erhalten, mit seiner Zeit, seinem Ausgang und allen Zeichen. Der neue Versuch beginnt mit leeren Zählern und verweist auf den bisherigen. Läuft der Starter gerade noch, wird sein Versuch dabei als abgebrochen geschlossen. Eine Begründung ist Pflicht.
Wenn die Wertung freigegeben ist
Nach der Richterfreigabe nimmt der Ring für diesen Wettbewerb nichts mehr an. Das ist keine Störung, sondern der Zweck der Freigabe. Um noch etwas zu ändern, muss zuerst eine Ergebnisrevision eröffnet werden – nachzulesen unter „Wertung freigeben und berichtigen".